Diesen Beitrag verlinke ich auch zur Ü30 Blogger-Aktion Hobbys der Blogparade Ü 30, da das, wie die anderen Beiträge auch zu meinem Hobby oder besser zu meiner Leidenschaft gehört. Crossdressing, oder Part-Time-Lady-sein. Alles Liebe Gerda
Hallo, ihr Lieben.
Nun bin ich wieder zurück, nach einer Woche mit meiner Liebsten in Oberösterreich und ein paar Tagen Gerdaurlaub auf der Schwäbischen Alb. Und gleich vorab eine Warnung: Der Post wird voraussichtlich etwas länger werden.
Dass diese kleine Hütte dort auf der Ostalb für die Entstehung und den Werdegang von Gerda eine große Bedeutung hat, kennen vielleicht einige von Euch, die meinen Weg schon etwas länger verfolgen.
Letztes Jahr konnte ich dort einige Tage zumeist enfemme verbringen bei ganz gutem Wetter und feine Temperaturen.
Für heuer hatte ich mir diese Woche reserviert und wollte sie bis Samstag so richtig geniessen und ausnützen mit einigen Ausflügen und Städtebesuchen.
Leider spielte dann das Wetter nicht ganz mit. Schweren Herzens habe ich mich dann am Donnerstag entschlossen, den Aufenthalt dort abzubrechen und wieder nach Hause zu fahren.
Aber mal der Reihe nach.
Am Montag war ich am frühen Nachmittag schon dort und brachte mal die ganzen Sachen in die Hütte. Wieder mal hatte ich wahrscheinlich VIEL zu viel mitgenommen und das auf sommerliche Temperaturen ausgerichtet. Na ja, das Auto war auf jeden Fall ziemlich gut beladen :-). Nachdem ich bei den Bekannten im Ort meine Wasservorräte aufgefüllt hatte gings wieder hinauf um mich etwas für den für die Tage benötigten Einkauf zurecht zu machen.
Allerdings ist das dort oben nicht ganz so einfach. Kein Fliesswasser, kein Strom, kein Bad - nur einen Gasanschluss für Kochplatte und Gaslampe.
Aber darin habe ich ja schon einige Erfahrung , und so ging die erste Verwandlung ganz gut über die Bühne.
War dann auch alles easy und unaufgeregt - auch einige Nachfragen nach Artikeln beim Filialleiter - Nur funktionieren in Deutschland in vielen Geschäften ausländische Bankomatkarten nicht. Und da meine ja eine österreichische ist - ging sie dort auch nicht. Aber ich hatte ja genug Bargeld.
Dann rissen immer mehr Löcher in der Wolkendecke auf, und es wurde doch noch etwas sonnig gegen Abend. Sehr schön, denn ich hatte wieder den Besuch des Römersteinaussichtsturms vor. Dazu gab´s dann ein anderes Outfit - es war doch etwas kühl, daher den Pullover. Nach einer knappen halben Stunde ist man dort oben, der Name Römerstein ist allerdings irreführend - er hat mir Römern nichts zu tun.
Letztes Jahr gelangen keine Fotos oben auf dem Turm - diesmal schon.
Die Aussicht von oben ist -besonders bei schönem Wetter beeindruckend. Bei guter Sicht sieht man nach Süden hin bis zu den Alpen. Richtung Westen kann man meist den Fernsehturm zu Stuttgart erkennen.
Abends gab´s dann -auch schon traditionell- eine Nudelsuppe mit Laugenbretzeln - und ,gut eingepackt auch ein paar Pils beim Feuer in der Feuerschale vor der Hütte.
Am nächsten Morgen lachte die Sonne vor die Hütte. Das war mal erfreulich, denn so konnte der Tag gut beginnen mit einem Frühstück vor der Hütte. Allerdings waren für den späteren Nachmittag wieder Regen und Gewitter angesagt. Also war es Zeit, sich für die geplanten Ziele fertigzumachen. Denn auch dafür muss frau sich etwas "aufbrezeln" und der Natur nachhelfen. Auch im Sonnenschein.
Das erste Ziel war der Aussichtsturm Hursch im ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen bei Zainingen. Der wurde in einer Stahlkontruktion errichtet und ist für nicht schwindelfreie Besucher schwer zu besteigen. Ich schaue auch nie beim Besteigen hinunter - ihr seht dann warum.
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auf dem Weg
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im Hintergrund sieht man ihn schon
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Und so sieht´s von oben aus.
Auch von hier aus eine tolle Aussicht.
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gerade beim Abdrücken flogen zwei Fliegen vorbei
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Mehr Landschaftsbilder gibt´s später in meinem Naturblog.
Ein paar Wanderer und Radfahrer waren unterwegs. Alle grüßten freundlich. Mit einer Frau eines Wanderers, die sich nicht auf den Turm traute, habe ich mich auch kurz unterhalten - über die Höhe des Turms. Auch sie war ganz freundlich.
Am westlichen Horizont zogen dann allerdings schon dickere Wolken auf, und so wurde es Zeit, zum Auto zurückzugehen und nach Bad Urach zu fahren. Dort hatte ich mir die Ruine Hohenurach vorgenommen, die ich vor etlichen Jahren einmal besucht hatte. Es gibt dort eine schöne Wanderrunde zur Hohen Warte und zum Uracher Wasserfall. Aber dazu war die Zeit nicht - und auch das Wetter.
Es wurde ziemlich schwül und der Aufstieg ist auch ziemlich steil.
Da kann man schon ins Schwitzen kommen. Aber alles war gut verpackt und blieb dort, wo es sein sollte.
Auch hier begegneten mir einige Wanderer. Alle sehr freundlich. Einen fragenden Blick konnte ich einfangen- aber alles sehr entspannt.
Eine tolle Ruine - und auch die Aussicht ist sehr schön - Bad Urach liegt ihr richtig zu Füssen.
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auch eine kleine Rast muss sein.
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Am Abend war ich bei den Bekannten zum Essen eingeladen. Daher wollte ich noch in Bad Urach ein paar Blümchen kaufen. Und wieder mal durch die Innenstadt mit ihren wunderbaren Fachwerkhäusern bummeln.
Als ich dann wieder auf der Hütte eintraf und mich für den Abend wieder umstylte, fing es dann auch schon zu regnen, dann zu schütten an.
Trotzdem haben die Maultaschen sehr gut gemundet und es wurde ziemlich spät.
Leider hat es dann doch die Nacht durchgeregnet. Als ich in der Früh aus dem Fenster schaute, nieselte es immer noch. Keine guten Aussichten. Aber zumindest war für den Nachmittag Besserung angesagt. Auf jeden Fall wollte ich einen Ausfluf nach Ulm machen. Aber da hatte ich dann genügend Zeit, mich vorzubereiten. Wie schon oben erwähnt, hatte ich wieder mal VIEL zu viel mit - allerdings waren die meisten Sachen auf sommerliche Temperaturen abgestimmt. Aber das rot-schwarze, etwas festere Kleid hatte ich doch noch eingepackt. Das habe ich mir für den Stadbummel ausgewählt. Und da doch Sommer ist, trug ich die Sandaletten und eine toe-less Strumpfhose von Falke. Das musste sein.
Als ich nach Mittag losfuhr, nieselte es immer noch. Aber auf dem Weg nach Ulm hörte es erfreulicherweise auf - nur um dann dort wieder anzufangen. Nachdem ich in der Innenstadt ein Parkhaus gefunden und mich schon auf den Weg zum Münster gemacht hatte, fing es wieder an zu tröpfeln. Daher kehrte ich nochmals zum Auto zurück und holt mir einen Knirps.
Leider wird das Münster gerade renvoiert, und so ist ein Besuch des Turms auch nicht möglich. Allerdings mit meinem Outfit auch nicht gerade optimal :-). Aber ich war ja schon einmal droben.
Auf dem Platz davor habe ich ein junges Pärchen um ein Foto gebeten. Haben sie gerne gemacht.
Und dann noch eins mit Selbstauslöser:
Bis auf den immer wieder einsetzenden leichten Nieselregen habe ich mich wunderbar gefühlt. Auch der Besuch eines Cafe´s war sehr entspannt. Ganz natürlich und easy.
Dann habe ich mich auf den Weg zur Donau gemacht. Dort trifft man auf ganz entzückende Gässchen und Kanälen und Häusern. Auch dort fragte ich nach einem Foto vor dem Schiefen Haus. Auch ganz entspannt.
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an der Donau
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das ist das Schiefe Haus
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Man sieht es auf dem obigen Foto - es fing leider an, etwas stärker zu regnen. Da ich schon einen ausgiebigen Bummel gemacht hatte, ging ich wieder zur Parkgarage zurück und fuhr wieder zur Hütte.
Erfreulicherweise lichteten sich die Wolken dann immer mehr, sodass auch noch die Sonne hervorkam. Das war für die geplante Abendgestaltung sehr vorteilhaft.
Zuerst aber mal auf eine Portion Käsespätzle zum Hirschen nach Böhringen. Dazu habe ich mich dann noch umgezogen. Das Kleid war mir für diesen Besuch etwas zu overdressed.
Auch dort, sehr nette Bedienung und alles sehr entspannt. Auch die paar Gäste haben freundlich gegrüsst und sich nicht weiter um mich gekümmert. Und die Spätzle waren ausgezeichnet.
Für den Abend habe ich mich dann aber noch etwas eingepackt, denn ich wollte nochmals vor dem Feuer in der Feuerschale am Radio und Handy das Fussball EM-Halbfinale England- Dänemark verfolgen. Da ich schon seit vielen Jahren im Fussball ein England-Fan bin, war es dann auch sehr erfreulich. Und das Wetter hielt dann auch noch bis zum späten Schlafengehen zum Verglühen des Feuers gegen halb eins - oder so.
Allerdings - nachdem zudem auch noch ein im Raum befindliches Mäuschen meinen Schlaf unterbrochen hatte - war es am nächsten morgen immer noch regnerisch. Und die Wetteraussichten im Radio waren bis Samstag auch nicht erfreulich. Und da Ausflüge enfemme bei Regen wenig erbaulich sind, habe ich mich schweren Herzens entschlossen, den Aufenthalt abzubrechen und wieder nach Hause zu fahren. Es war kurz, aber es war seeeehr schön und ich habe diese Zeit sehr genossen.
Wünsche Euch noch einen schönen Sommer - und danke, dass ihr mir gefolgt seid.
Alles Liebe Gerda